Fussbodenheizung2

Fussbodenheizung

Fussbodenheizung und Parkett

Generell spricht nichts gegen Parkett auf Fussbodenheizungen. Hierzu ist jedoch einiges zu beachten:
Optimal geeignet sind 2-Schicht Parkette.
Gut für Fußbodenheizungen geeignet sind z.B.Mosaikparkett 8mm, Stabparkett, Fertigparkett (3-schichtig) geklebt oder schwimmend verlegt, wobei der verklebten Variante auch beim 3-Schicht Parkett der Vorzug zu geben ist.
Hirnholzparkett oder große Einzelelemente wie Massivdielen sind eher ungeeignet, da durch die hier auftretenden Spannungen Schäden oder eine verstärkte Fugenbildung entstehen können. Je kleiner die Abmessungen bei den Parkettstäben, desto geringer fällt die Fugenbildung aus, ihre Größe schwankt in Abhängigkeit der verarbeiteten Holzart. (siehe auch Quell- und Schwindverhalten in der Xylothek)
Buche und Ahorn neigen stärker zu ausgeprägten Fugen als z.B. Eiche oder Doussie.
Die Dicke des Holzfußbodens sollte ca. 22-24mm nicht übersteigen.

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Estrichboden

Maximale Feuchtigkeitswerte des Unterlagsbodens (Estrich), gemessen mit dem CM-Gerät:
-Zement 1,5 % ca. 2,3 % ohne Bodenheizung
-Fliessanhydrit ca. 0,3 % 0,5 % ohne Bodenheizung
Frische Zementestriche sind frühestens nach 21 Tagen, Anhydritestriche frühestens nach 7 Tagen aufzuheizen.
Nachdem der Estrich seine Endfestigkeit erreicht hat, ist die Heizung mindestens 14 Tagen in Betrieb zu nehmen. Dabei genügt es, wenn mit ca. 2/3 der späteren maximalen Vorlauftemperatur gefahren wird. In der Mitte der Vorheizperiode muss die Leistung während mindestens zwei Tagen auf das Maximum gestellt werden. Ein bis zwei Tage vor der Verlegung ist die Heizung abzuschalten oder, je nach Aussentemperatur, so weit zu reduzieren, dass die Oberflächentemperatur des Unterlagsbodens ca. 20 °C nicht übersteigt. Grundsätzlich sollte ein Aufheiz- und Prüfprotokoll für Heizestrich erstellt werden.

Verklebung des Parketts

Die Raumtemperatur während der Verlegung sollte 18 - 20 Grad Celsius betragen, gem. DIN 18356, 18365 und 18367. Das Parkett muss im Regelfall bei abgeschalteter Fußbodenheizung verlegt werden. Wichtig ist die Einhaltung der Normfeuchte der jeweiligen Parkettarten, z.B bei Stab- und Mosaikparkett 9-11% und für Fertigparkett 8-10%.
Für die Verklebung auf Estrichen sind handelsübliche schubfeste, weitgehend temperatur-stabile und qualitativ gute Parkettklebstoffe zu verwenden (beachten Sie die Herstellerangaben). Die geklebte Verlegung des Parkettbodens verhindert, dass sich isolierende Luftschichten zwischen Parkett und Unterboden bilden können und ermöglicht den geringsten Wärmedurchlasswiderstand. Schubfest verklebtes Parkett arbeitet weniger und die Wärmeübertragung ist deutlich höher als bei schwimmend verlegten Fertigparkettsorten. Während der Verlegung und bis zum vollständigen Abbinden des Klebers (ca. 2-10 Tage je nach Klebstofftyp und allgemeinen Verlegebedingungen) sollte die Oberflächentemperatur des Estrichs ca. +15°C bis 18°C betragen.
Schwimmende Verlegung von Fertigparkett:
Vor der Verlegung des Parketts muss die Fußbodenheizung langsam hochgefahren werden (Tage zuvor) bis die Raumluft ca. 20°C und eine Luftfeuchtigkeit von 50-60% aufweist. Die max. Parkett-Oberflächentemperatur von 28°C sollte nicht überschritten werden. Achtung: Bei schwimmender Verlegung auf Fußbodenheizung ist unbedingt eine Dampfbremse zu verwenden! Fertigparkett muss nach der Verlegung eine Erstpflege erhalten, bei der kleine Fugen mit dem Pflegemittel geschlossen werden.
Bei Fertigparkett kann die Heizung ca. 1 - 2 Tage nach dem Verlegen stufenweise (ca. 5 °C/Tag) wieder in Betrieb gesetzt werden.

Oberflächversieglung

Bei wasserbasierenden und lösemittelhaltigen 2-Komponenten Lacken kann es zur Seitenverleimung der Einzelelemente kommen, dies führt zu unerwünschten Block- und Fugenbildungen. Um dieses zu vermeiden werden Öl- und Kunstharzsiegel sowie Öl/Wachssysteme verwendet.
Die Heizung darf bei konventionellem Klebeparkett ca. 1 - 2 Tage nach dem Versiegeln, am besten stufenweise (ca. 5 °C/Tag) wieder in Betrieb gesetzt werden.

Grundsätzliche Bemerkungen

Die Wärmeabgabe eines Holzfußbodens wird durch den Wärmedurchlasswiderstand des Holzes definiert. Dieser sollte nicht größer sein als 0,18 qmK/W. Bei der Wärmeleitfähigkeit spielt die Dichte des Holzes eine große Rolle. Hartholz leitet um ein Drittel besser als Weichholz. Buche und Ahorn neigen stärker zu ausgeprägten Fugen als Eiche. Auch einige formstabile Tropenhölzer sind auf Grund ihrer hohen Dichte bestens geeignet.
Auf Parkettfußböden mit Fußbodenheizung sollten möglichst keine dicken Teppiche gelegt werden. Grundsätzlich wird von Verlegung auf Elektro-Fußbodenheizung abgeraten. Die Verlegung bei Warmwasser-Fußbodenheizung hingegen ist insofern unbedenklich, als dass die vorgenannte Bedingungen berücksichtigt werden.
ca. Wärmedurchlasswiderstand von verschiedenen Parkettkonstruktionen


Mosaik-Klebeparkett 8 mm Eiche 0,038
Fertigparkett 1-schichtig, verklebt 8 mm 0,038
Fertigparkett 2-schichtig, verklebt 10 mm 0,064
Fertigparkett 2-schichtig, verklebt 11 mm 0,069
Fertigparkett 2-schichtig, verklebt 13 mm 0,09
Fertigparkett 3-schichtig, schwimmend, 15 mm 0,14
Fertigparkett massiv,
schwimmend, 22 mm, inkl. Unterlagspappe 0,134

Wärmedurchlasswiderstand ist abhängig von der Dicke und der Wärmeleitzahl des Materials. Je dünner und dichter das Material, desto besser leitet es die Wärme.

Wärmeleitfähigkeit verschiedener Bodenbeläge:
(Je größer der Wert, desto besser für die Fußbodenheizung) (in W/mK)
Buche, Eiche 0,2
Esche 0,17
Harte Holzfaserplatte (HDF-Platte) 0,17
Sperrholz 0,15
Ahorn 0,14
Spanplatte (Flachpressplatte) 0,13
Fichte, Kiefer, Tanne 0,13

Kundenmeinungen

Dennis
Ich finde Ihren Werbespruch "Sie werden drauf stehn" ausgesprochen gut! Insgesamt ist der Shop schön gestaltet. Beste Grüße Dennis
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